Pressemitteilungen 2018

November 2018 | START NRW Brühl schult 60 Geflüchtete zu Facharbeitern um
Brühl, November 2018

START NRW Brühl schult 60 Geflüchtete zu Facharbeitern um

Die START NRW GmbH weitet im Zuge des Projekts „Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt“ (IdA) die Teilnehmerzahl ganz erheblich aus. Nach dem erfolgreichen Start der Umschulungen von acht Geflüchteten im letzten Jahr zur Produktionsfachkraft Chemie begannen im September und Oktober dieses Jahres 52 weitere Geflüchtete aus Syrien, Pakistan und Irak ihre zweijährige Umschulung zum Fachlageristen bzw. Lagerlogistiker. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und einem Bildungsträger werden die jungen Menschen auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet.

„Geflüchtete bieten ein großes Potenzial für unseren Arbeitsmarkt“, weiß Aaron Knappstein, Niederlassungsleiter von START NRW in Brühl. „Sie sind die Facharbeiter von morgen und sie werden einen wertvollen Beitrag leisten, um dem Fachkräftemangel in unserem Land zu begegnen. Ab September sind in unserer Niederlassung insgesamt 60 geflüchtete Umschüler angestellt. Eine so große Umschüler-Zahl auf einmal hatten wir noch nie. Mein Team und ich freuen uns sehr auf die Aufgabe, denn wir von START NRW möchten den Menschen eine Möglichkeit bieten, hier Fuß zu fassen.“ Insgesamt dauert die Umschulung 16 Monate, in der die Auszubildenden ein festes Gehalt beziehen. In dieser Zeit absolvieren die Umschüler zwei Praktika in Unternehmen, um das Berufsleben vor Ort kennenzulernen. Alle sind mindestens 25 Jahre alt und haben in Deutschland keine anerkannte Ausbildung. Die Chance, sich von einer ungelernten Hilfskraft zum Facharbeiter zu qualifizieren und damit bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu haben, spornt die Teilnehmer an.

Einer der Schüler, der im letzten Jahr seine Umschulung zur Produktionsfachkraft Chemie begonnen hat, ist Ali Sos. Der 33-Jährige floh im August 2014 vor dem Krieg in seiner Heimat Syrien nach Deutschland, wo er seit November 2014 lebt. In Syrien hat der junge Mann Jura studiert und drei Jahre als Anwalt für Immobilien- und Familienrecht gearbeitet. In Deutschland angekommen, stellte Ali Sos schnell fest, dass er seinen früheren Beruf aufgrund der unterschiedlich geltenden Gesetze nicht ausüben darf. Ein studentischer Neustart, der ein achtjähriges Jurastudium beinhalten würde, kommt für ihn aufgrund seines Alters nicht in Frage – auf eigenen Beinen zu stehen, ist für ihn ungemein wichtig. Die Agentur für Arbeit half ihm bei der Neuorientierung und brachte ihn mit dem Personaldienstleister START NRW zusammen. „Physik, Chemie und Mathematik haben mich schon immer begeistert“, sagt Ali Sos. „Die Tatsache, dass eine Umschulung nur 1,5 Jahre dauert, war für mich sehr ansprechend, da ich hier in Deutschland, genauso wie in Syrien, schnellstmöglich selbständig und unabhängig sein möchte.“

START NRW stellte Sos im August 2017 als Umschüler ein. Seitdem absolviert er bei der auf Industrieruß spezialisierten Firma Orion Engineered Carbon in Hürth sein Praktikum. In Kooperation mit der Arbeitsagentur, die die Maßnahme finanziell fördert, erfolgt die theoretische Ausbildung an der Rhein-Erft-Akademie. „Ich bin sehr froh über die Möglichkeit, die das IdA-Programm bietet: Ohne diese Umschulung stünde ich wahrscheinlich heute noch ohne Perspektive da“, erzählt Ali Sos weiter. Im Januar 2019 wird er seine Umschulung abschließen und hofft auf eine Festanstellung bei Orion Engineered Carbon. Die Weichen für einen Neustart sind also gestellt.

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START NRW GmbH
Petra Krines
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Oktober 2018 | Dem Traumberuf so nah
Meschede, Oktober 2018

Dem Traumberuf so nah
Durch die Partnerschaftliche Ausbildung von START NRW

„Ich habe mich schon als Kind für alles interessiert, was vier Räder hat“, sagt Ahmad Shama. Der 25-Jährige ist aus der syrischen Stadt Homs nach Deutschland geflüchtet. Seit 2015 lebt Shama in Meschede und fühlt sich in seiner neuen Heimat wohl. Nicht zuletzt deshalb, weil er seit August 2018 seinen Traumberuf erlernt: Kfz-Mechaniker.

Dabei bemühte er sich 2017 noch vergeblich um einen Ausbildungsplatz. Daher vermittelte ihm die Agentur für Arbeit durch das Einstiegsqualifizierungsjahr ein einjähriges Praktikum bei der Firma Autofit Ludwig in Meschede. „Wir haben gleich gemerkt, dass Ahmad Shama für den Kfz-Beruf brennt“, erinnert sich Marko Ludwig, Geschäftsführer und Inhaber von Autofit. „In Syrien hat er seit seinem 17. Lebensjahr in verschiedenen Werkstätten gearbeitet. Die praktische Arbeit hat er sich selbst angeeignet, ein Prozedere, das vor Ort gang und gäbe ist. In dieser Zeit hat er viel an Autos und sogar LKWs und Bussen rumgeschraubt. Das haben wir gleich gemerkt.“ Gerne hätte Ludwig ihn als Auszubildenden eingestellt, aber die Stelle für das Ausbildungsjahr 2018 war schon vergeben. Doch das Jobcenter vor Ort wusste eine Lösung und setzte sich mit David Gierse, dem Niederlassungsleiter vom Personaldienstleister START NRW GmbH in Meschede, in Verbindung. Mit dem Programm der Partnerschaftlichen Ausbildung von START NRW war es schließlich möglich, gemeinsam mit Autofit Ludwig für Ahmad Shama eine zusätzliche Ausbildungsstelle zu schaffen.

START NRW übernimmt die Hälfte der Ausbildungskosten
Die Partnerschaftliche Ausbildung ist für Arbeitgeber, die aufgrund der Größe ihres Betriebs bzw. aus organisatorischen Gründen nicht ausbilden oder, wie im Fall von Ahmad Shama, jährlich nur einen Lehrling beschäftigen, eine besondere Chance. Da die Kfz-Werkstatt Autofit von Shamas Fähigkeiten überzeugt ist, unterstützt START NRW seine Lehre. „START NRW übernimmt die Hälfte der Ausbildungskosten, stellt den Auszubildenden ein, kümmert sich um alle Formalitäten, begleitet seinen schulischen Unterricht und zahlt Arbeitskleidung sowie Fortbildungen. Bei Ahmad Shama sind dies ein fachlicher Sprachkurs für die Berufsschule und Nachhilfestunden. Er spricht zwar sehr gut Deutsch, kommt aber mit den Fachbegriffen in der Schule nicht zurecht. In der Werkstatt erhält er dann das praktische Wissen. Damit schaffen wir zusätzliche Ausbildungsstellen und sichern so den Fachkräftebedarf. Außerdem helfen wir bei der Integration, geben Perspektiven und schaffen Chancen auf dem Arbeitsmarkt, damit Geflüchtete wie Shama hier Fuß fassen können“, schildert David Gierse weiter. Durch die Partnerschaftliche Ausbildung von START NRW haben seit Beginn des Projekts im Jahr 2005 mehr als 1.300 Jugendliche und junge Erwachsene einen Berufsabschluss erworben. Ausgebildet wird in mehr als 60 Berufen, vornehmlich im Handwerk, Handel und in der Industrie, immer in Kooperation mit einem Unternehmen. Für alleinerziehende Eltern oder Menschen mit Betreuungsverpflichtungen ist die Partnerschaftliche Ausbildung auch in Teilzeit möglich.

Marko Ludwig ist froh, dass er Ahmad Shama nun dreieinhalb Jahre ausbilden kann. Er weiß, wie schwer es ist, guten Kfz-Nachwuchs zu finden. Deshalb lernt er seine Leute gerne selber an. Viele von ihnen werden nach der Ausbildung übernommen. Dies ist auch Ahmad Shamas Ziel und er stellt sich den sprachlichen Herausforderungen seines Jobs. „Seit einiger Zeit schreibe ich alle Werkstattaufträge selbst. Am Anfang konnten die Kollegen im Büro meine Ausdrucksweise nicht verstehen und mussten viel nachfragen, aber jetzt wird es immer besser“, freut sich Shama. „Das Tollste aber ist für mich jeden Tag in der Werkstatt zu sein, denn ich mache gerne komplizierte Reparaturen, z.B. an der Elektrik.“ Nach der Ausbildung möchte er eine Meisterschule besuchen, um noch mehr Erfahrungen und Wissen zu sammeln. Sein größter Wunsch: eine eigene Kfz-Werkstatt.

Bild von links: 
David Gierse, Leiter der START NRW-Niederlassung in Meschede, Ahmad Shama, Auszubildender bei Autofit Ludwig, Marko Ludwig, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Autofit Ludwig. (START NRW GmbH)

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23. August 2018 | START NRW und Biotec schaffen zusätzlichen Ausbildungsplatz
Wesel, 23. August 2018

Facharbeiter ausbilden für die Zukunft

START NRW und Biotec schaffen zusätzlichen Ausbildungsplatz

Salih Colak hat seit August einen Ausbildungsplatz bei der Firma Biotec in Emmerich. Mit ihm bildet der Biokunststoffhersteller erstmals einen Industriemechaniker aus. Ermöglicht wurde das durch die Kooperation Biotecs mit dem Personaldienstleister START NRW GmbH.
„Bei einem Informationsgespräch mit Biotec entdeckten wir schnell gemeinsame Ziele. Eines davon: dem Fachkräftemangel zu begegnen“, berichtet Arno Schröder von der START NRW-Niederlassung in Wesel. „Unser Engagement im Bereich Arbeitsmarktpolitik und unsere erfolgreichen Programme wie die Partnerschaftliche Ausbildung überzeugten Biotec und so begann unsere Kooperation.“ 

Die Leistungen von START NRW im Rahmen der Partnerschaftlichen Ausbildung sind vielfältig. So schließt der Personaldienstleister den Ausbildungsvertrag, unterstützt die Betriebe bei der Betreuung der Auszubildenden, übernimmt das Ausbildungsmanagement und einen wesentlichen Teil der Ausbildungskosten. Die Kooperationsbetriebe können sich so ganz auf die fachliche Ausbildung konzentrieren. Ihre künftigen Auszubildenden lernen die Betriebe in einem vorgeschalteten Praktikum kennen.

„Nach intensiver Suche haben sich zwei geeignete Kandidaten herauskristallisiert“, sagt Arno Schröder. Beide arbeiteten zwei Tage bei der Firma Biotec und sammelten erste Eindrücke, auch die Ausbilder konnten sich ein erstes Bild von den potenziellen Auszubildenden machen. Dann fiel die Entscheidung: Salih Colak hat das Unternehmen als Bewerber überzeugt.
„Die Arbeit bei Biotec macht mir viel Spaß“, sagt Colak. Eine Ausbildungsstelle zu bekommen, bedeutet ihm viel. „Mein Vater ist ‚nur‘ angelernt und meine Eltern freuen sich, dass ich alles daransetze, die Ausbildung zum Industriemechaniker erfolgreich zu schaffen. Toll ist auch, dass ich sofort nett aufgenommen wurde und dass ich mich mit den Kollegen gut verstehe.“ Sein größtes Ziel ist es, in Zukunft seine Erfahrungen an andere Auszubildende weitergeben zu können.

Auch Marcel Reintjes, Ausbilder bei Biotec, ist mit Salih Colak zufrieden. „Facharbeiter erkennen frühzeitig Handlungsbedarf, unterstützen das Team und sorgen für eine gute Schicht. Mit ausgebildeten Facharbeitern kann unsere Firma wachsen und ist für den Wettbewerb gut aufgestellt."

Von links: Arno Schröder (Vertriebsdisponent Niederlassung Wesel),
Salih Colak (Auszubildender) und Marcel Reintjes (Ausbilder Biotec).


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August 2018 | Integration gelingt über Bildung und Arbeit
Duisburg, August 2018

Zehn junge Geflüchtete haben ihre Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer abgeschlossen. Zu diesem Erfolg gratulieren ihnen Markus Tesch (Geschäftsführer der START 
NRW GmbH), Norbert Maul (Leiter Aktive Arbeitsmarktpolitik bei START NRW), Sascha Herrmann (Vertriebsdisponent bei START NRW) und die Geschäftsführung des Bildungszentrums MEK, Fritz und Tim Kammen. Mit diesem Modellprojekt zeigen START NRW, die Arbeitsverwaltung und der Bildungsträger, wie Geflüchtete integriert und der Fachkräftebedarf gesichert werden kann.

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30.07.2018 | Landtagsabgeordnete besuchen Zentrale von START NRW
Duisburg, 30. Juli 2018

Die drei Landtagsabgeordneten Rainer Bischoff, Frank Börner und Ralf Jäger besuchten am 30. Juli 2018 die Zentrale der START NRW GmbH am Duisburger Innenhafen. Sie wollten sich persönlich einen Eindruck, insbesondere zu arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten für Zielgruppen verschaffen.

Geschäftsführer Markus Tesch wies zunächst darauf hin, dass START NRW seit über 20 Jahren erfolgreich die Integration von Zielgruppen in den nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt betreibt. Neben der Zeitarbeit, die Arbeitslosen eine Brücke in Betrieben bauen soll, bietet START NRW auch Beschäftigtentransfer und Personalvermittlung an. Auf besonderes Interesse stieß bei den Abgeordneten das Angebot von START NRW, die Erstausbildung in Teilzeit selbst durchzuführen und für andere Unternehmen zu organisieren. Mit mittlerweile zwölf Teilzeitauszubildenden dürfte START  der größte Anbieter in NRW für diese Form der Ausbildung sein. Diese richtet sich im Wesentlichen an Personen, die aufgrund von Kindesbetreuung für eine Vollzeitausbildung nicht infrage kommen. Norbert Maul, der für Arbeitsmarktprojekte bei START NRW verantwortlich ist, erläuterte darüber hinaus das sehr erfolgreiche Kooperationsprojekt mit der Duisburger Arbeitsverwaltung, Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze zu beschaffen. Das seit fast drei Jahren laufende Projekt hat dazu geführt, dass über 50 Arbeitslose mit Behinderung eine berufliche Perspektive bekommen haben. 

Bild oben: Im Gespräch (v.l.n.r.): Norbert Maul (START NRW GmbH, Aktive Arbeitsmarktpolitik), Rainer Bischoff (Landtagsabgeordneter der SPD), Ralf Jäger (Landtagsabgeordneter der SPD), Frank Börner (Landtagsabgeordneter der SPD) und Markus Tesch (Geschäftsführer der START NRW GmbH).

Ein in Duisburg erprobtes Projekt zur Integration von Geflüchteten wurde mit der erfolgreichen Abschlussprüfung der ersten zehn Teilnehmer abgeschlossen und mittlerweile für weitere 70 Teilnehmer NRW-weit geöffnet. Perspektivisch wird sich START NRW auch intensiv um die Integration von Langzeitarbeitslosen kümmern. Dabei ist an Kooperationen mit bundespolitischen Aktivitäten gedacht.

Aus dem Kreis der Landtagsabgeordneten kam die Anregung, Kooperationen zur Gewinnung von Nachwuchskräften für die Pflege einzugehen.
(v.l.n.r.): Markus Tesch (Geschäftsführer der START NRW GmbH), Rainer Bischoff (Landtagsabgeordneter der SPD), Frank Börner (Landtagsabgeordneter der SPD, Ralf Jäger (Landtagsabgeordneter der SPD) und Norbert Maul (START NRW GmbH, Aktive Arbeitsmarktpolitik).

Die START NRW GmbH bietet Menschen in Nordrhein-Westfalen mit innovativen Ideen und erfolgreichen Kooperationen eine Brücke in den Arbeitsmarkt. Seit der Gründung 1995 greift der Personaldienstleister wirtschaftliche Herausforderungen auf, setzt qualitative und soziale Standards und erarbeitet zukunftsweisende Instrumente zur Arbeitsmarktintegration sowie Arbeitsmarktpolitik. Das Unternehmenskonzept von START wird von einer breiten Gesellschafterbasis getragen. Dazu gehören Verbände der nordrhein-westfälischen Wirtschaft, das Land NRW, der DGB und die kommunalen Spitzenverbände. 
In 28 Niederlassungen beschäftigt START NRW rund 200 interne und 2.600 externe Mitarbeiter sowie circa 300 Auszubildende. Das Leistungsspektrum umfasst Personaldienstleistungen von der Arbeitnehmerüberlassung, über den Beschäftigtentransfer bis hin zur Personalvermittlung. Die Erlöse von START NRW fließen in Qualifizierungen, die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze, aktive Arbeitsmarktpolitik und in die Gesundheitsförderung. 

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11.06.2018 | Eine neue Heimat Vor dem Krieg geflüchtet, in Deutschland angekommen. Die Geschichte eines jungen Syrers, der alles verloren hatte.
Ahlen, 11 Juni 2018

Als der Islamische Staat (IS) nach Rakka in Syrien kam, gab es für Zakaria Mashhod nur eine Option: Er musste weg aus der Stadt. Weg aus seiner Heimatstadt, die der IS faktisch zu seiner Hauptstadt ausrief. Hals über Kopf machte sich der damals 20jährige auf den Weg, ließ alles zurück was er besaß, wanderte sechs Tage und Nächte, bis er endlich in Sicherheit war: In Deutschland, das ihn aufnahm, freundlich, aber doch mit neun Monaten ungewisser Wartezeit, bis der Asylantrag bewilligt und die Aufenthaltsgenehmigung erteilt wurde. Nun war er hier. In einem Land, dessen Sprache er nicht verstand und wo sich fast alles fremd anfühlte. Eins jedoch war Mashhod sofort bewusst: Er muss Deutsch lernen, wenn er hier Fuß fassen und Arbeit finden will. Mit der Sprache, so seine Überzeugung, steht und fällt seine Zukunft in diesem Land.

Bild unten: (v.l.n.r.) Birte Fabian, Personalleiterin der Firma Aumann; Rainer Pöhling, Ausbildungsleiter der Firma Aumann, Zakaria Mashhod, Auszubildender; Stephanie Scheffler, Vertriebsdisponentin bei START NRW und Susanne Kellermann, Leiterin der START NRW-Niederlassung in Ahlen.

Vier Jahre später hat es Mashhod geschafft. „Er ist wahnsinnig fleißig und unglaublich ehrgeizig“, lobt ihn Rainer Pöhling, Ausbildungsleiter bei dem Marktführer für Spezialmaschinen im Bereich E-Mobility, der Aumann Beelen GmbH in Beelen bei Gütersloh, die eine weit über dem Branchendurchschnitt liegende Ausbildungsquote verwirklicht. Beeindruckt hat Pöhling vor allem, dass Mashhod sich in Windeseile Deutsch im Selbststudium beigebracht hat. „Wir wollten unseren Teil zur Integration von Flüchtlingen beitragen und haben Zakaria ein vierwöchiges Praktikum ermöglicht“, so Pöhling. In dieser Zeit hat er uns so sehr überzeugt, dass wir ihm zusammen mit dem Personaldienstleister START NRW GmbH einen zusätzlichen Ausbildungsplatz zum Mechatroniker angeboten haben.“ „Möglich macht das ein besonderes Programm von START NRW, die Partnerschaftliche Ausbildung.“, sagt Stephanie Scheffler, die für Zakaria Mashhod zuständige Vertriebsdisponentin bei der START NRW Niederlassung in Ahlen. Während sich der Ausbildungsbetrieb um die Ausbildung vor Ort kümmert, übernimmt START NRW im Rahmen dieses Programms alle Formalitäten, stellt den Azubi ein, begleitet die schulische Ausbildung, kümmert sich um die Arbeitsschutzuntersuchungen und zahlt Fortbildungen. „So schaffen wir einen starken Anreiz für Unternehmen, bei der Integration von Geflüchteten zu helfen und gleichzeitig Fachkräfte für den eigenen Betrieb auszubilden“, ergänzt Susanne Kellermann, Niederlassungsleiterin von START NRW in Ahlen. „Integration“, zeigt sich Kellermann überzeugt, „funktioniert am besten über Arbeit.“

START übernimmt dabei nicht nur die Formalitäten, sondern auch zur Hälfte die Kosten der Ausbildung. Die andere Hälfte trägt der Ausbildungsbetrieb. „Die Partnerschaftliche Ausbildung hat uns die Entscheidung leichtgemacht, für Zakaria Mashhod einen weiteren Ausbildungsplatz zum Mechatroniker zu schaffen“, sagt Birte Fabian, Personalleiterin der Firma Aumann. „Heute sind wir sehr froh darüber, dass wir diesen Schritt gemacht haben. Zakaria Mashhod ist bei uns völlig integriert, hat die Praxis sehr schnell gelernt, spricht fließend Deutsch und bekommt auch in der Berufsschule prima Noten“, freut sich Fabian. Nach derart positiven Erfahrungen hat sich das Programm der Partnerschaftlichen Ausbildung im Unternehmen etabliert. „Wir werden auch weiterhin zusammen mit START einen zusätzlichen Ausbildungsplatz anbieten“, so die Personalleiterin.

Auch Zakaria Mashhod ist begeistert: „Ich bin überglücklich, dass ich die Chance bekommen habe und die Ausbildung zum Mechatroniker machen darf“, sagt der heute 24jährige. Wenn er mit der Ausbildung fertig wird, möchte er bei Aumann bleiben. „Die Kollegen sind alle herzlich, die Stimmung toll und die Arbeit macht großen Spaß“, schwärmt Mashhod. Privat ist er ebenfalls angekommen, hat hier seine große Liebe gefunden. In die alte Heimat möchte er nicht mehr zurück. „Rakka ist komplett zerstört“, sagt er. Die einst stolze Stadt am Euphrat im Norden Syriens ist nach Jahren des Krieges eine zerbombte Trümmerwüste. „Ich bin jetzt hier, es ist schön hier, ich fühle mich sehr wohl“, sagt Mashhod. „Deutschland ist zu meiner neuen Heimat geworden.“

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01.06.2018 | Endlich angekommen - Ein junger Syrer fasst in Köln Fuß
Brühl, 1. Juni 2018

„Ich hätte besser Kölsch als Deutsch lernen sollen“, schmunzelt Shawwakh Samao über den rheinländischen Dialekt. Der 25-jährige Syrer lebt seit Dezember 2015 in der Rheinmetropole. Hier fühlt er sich wohl. Das kann auch an seiner Frau liegen, die er hier kennengelernt und im März 2018 geheiratet hat. 

Nach seinem Chemiestudium, das er im Juli 2015 in seiner Heimatstadt Aleppo abschloss, musste Samao nach Deutschland fliehen, um der andauernd existenten Lebensgefahr zu entfliehen. Alleine kämpfte er sich nach Deutschland durch, immer mit dem Ziel vor Augen, hier ein besseres und vor allem sicheres Leben aufzubauen. Endlich angekommen, muss er sich über ein Jahr gedulden, bis sein Asylantrag im Dezember 2016 bewilligt wird. In der Zeit des Wartens bringt er sich selbst Deutsch bei. Während der Arbeitssuche muss er feststellen, dass er zwar ein abgeschlossenes Studium besitzt, aber durch den Krieg zu wenig praktische Erfahrung sammeln konnte. Das erschwert ihm die Chance auf eine Anstellung. 

Die Agentur für Arbeit macht ihn auf das Projekt „Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt“ (IdA) aufmerksam, innerhalb dessen der Personaldienstleister START NRW GmbH seit April 2017 über 75 Geflüchtete als Umschüler eingestellt hat. „Migranten sind ein großes Potenzial für den Arbeitsmarkt, denn sie sind die Facharbeiter der Zukunft und können einen wertvollen Beitrag leisten, um den Bedarf an Fachkräften zu decken“, macht Aaron Knappstein, Niederlassungsleiter von START NRW in Brühl, deutlich. „16 Monate dauert die Umschulung, wobei Praktika Pflicht sind. Seit August 2017 sind Samao und neun weitere Geflüchtete bei uns angestellt und beziehen ein festes Gehalt. In fünf unterschiedlichen Unternehmen durchlaufen sie ihre Praktika zur Umschulung Produktionsfachkraft Chemie. Am Anfang war es nicht leicht, Unternehmen von dem Projekt zu überzeugen. Nun sind sie so zufrieden, dass sie zukünftig weitere Geflüchtete ausbilden möchten“, betont Knappstein. 
 
Bild links: Shawwakh Samao ist einer von 75 Geflüchteten, die START NRW als Umschüler eingestellt hat.

Derzeit absolviert Samao bei der auf Industrieruß spezialisierten Firma Orion Engineered Carbon in Hürth sein Praktikum. In Kooperation mit der Arbeitsagentur, die die Maßnahme finanziell fördert, erfolgt die theoretische Ausbildung in der Rhein-Erft-Akademie. „Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, die das IdA bietet, denn ohne diese Umschulung stünde ich wahrscheinlich bis heute ohne Job da“, so Shawwakh Samao. Im Dezember 2018 wird er seine Umschulung abschließen. 

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17.05.2018 | Partnerschaftliche Ausbildung sichert Fachkräftebedarf - START NRW ermöglicht Teilzeitausbildung
Duisburg, 17. Mai 2018

Durch die Partnerschaftliche Ausbildung des Personaldienstleisters START NRW haben seit 2005 mehr als 1.300 Schulabgänger sowie junge Mütter und Väter in NRW einen Berufsabschluss erworben. In mehr als 60 Berufen, vornehmlich im Handwerk, Industrie und Handel, wird in Kooperation mit Unternehmen ausgebildet, auch in Teilzeit. Dieses innovative Arbeitsmarktprojekt von START NRW sichert den Fachkräftebedarf in ganz Nordrhein-Westfalen und wurde mit dem Deutschen Förderpreis „Jugend in Arbeit“ ausgezeichnet.

Nach wie vor gibt es in Duisburg trotz einer steigenden Zahl an Ausbildungsstellen mehr Bewerberinnen und Bewerber. Gleichzeitig sind aber noch viele Ausbildungsstellen unbesetzt. „Viele Unternehmen schöpfen nicht das ganze Potenzial des Arbeitsmarktes aus“, weiß Nobert Maul, Leiter Aktive Arbeitsmarktpolitik bei START NRW. Denn trotz der hohen Anzahl offener Stellen haben viele junge Erwachsene die Hoffnung auf einen Ausbildungsplatz fast schon aufgegeben. Zu diesen gehören junge, oft auch alleinerziehende Mütter und Väter, aber auch Jugendliche, denen der Wechsel von der Schule in das Berufsleben schwerfällt. „START NRW nimmt sich dem Problem an und bietet für Unternehmen und Bewerber innovative Ausbildungskonzepte – etwa die Partnerschaftliche Ausbildung in Teilzeit“, sagt Maul.

Ausbildung in Teilzeit
Für viele Bewerber ist die Möglichkeit, eine Teilzeitausbildung zu absolvieren die einzige Chance auf einen Berufsabschluss. Bisher werden in NRW nur rund 0,41 Prozent der Berufsausbildungsstellen in Teilzeit angeboten. „Genau hier können Unternehmen ansetzen,“ erklärt Jasmin Borgstedt, Beauftragte für Chancengleichheit im jobcenter Duisburg. Zusammen mit START NRW fördert das jobcenter die Ausbildung in Teilzeit. „Für junge Alleinerziehende ist der Start in die Arbeitswelt schwer“, so Borgstedt. Dabei sind gerade sie oft hochmotiviert. „Wir wollen diesen jungen Menschen Chancen eröffnen und ihnen die Perspektiven geben, die sie verdient haben“, erklärt Borgstedt den Hintergrund des Engagements des jobcenters Duisburg.

Für Arbeitgeber, die sich aufgrund ihrer Größe keinen Auszubildenden leisten können, bietet die Partnerschaftliche Ausbildung eine besondere Möglichkeit: Beide Parteien teilen sich die Ausbildungskosten. Der Betrieb kümmert sich um die Ausbildung vor Ort. START NRW sorgt sich um alle Formalitäten, stellt den Auszubildenden ein, übernimmt die Hälfte der Ausbildungskosten, begleitet die schulische Ausbildung, zahlt Arbeitskleidung sowie Fortbildungen.

Erfolgsfaktor Mensch
Mehrere Firmen aus Duisburg arbeiten mit START NRW in der Partnerschaftlichen Ausbildung zusammen. Eine davon ist die Bürgerstiftung Duisburg. Hier machte Dorota Witkowska 2017 ihren Abschluss als Kauffrau für Büromanagement. „Für mich als junge Mutter war es sehr schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden“, erzählt sie. „Einige Unternehmen haben Vorurteile und denken, dass man es wegen der Doppelbelastung nicht schafft oder Fehlstunden hat.“

Wie viele Unternehmen, hatte auch die Bürgerstiftung Duisburg vorher noch nie etwas von einer Ausbildung in Teilzeit gehört. „Als START NRW uns die Option erläuterte und uns Dorota Witkoswka vorgeschlagen wurde, haben wir uns entschlossen, diesen Ausbildungsweg anzubieten“, sagt Jörg Löbe, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Duisburg. „Eine Entscheidung, die wir nicht bereut haben. Aktuell bilden wir wieder eine Auszubildende in Teilzeit aus.“
Damit die Auszubildenden Beruf und Familie vereinbaren können, ist die wöchentliche Ausbildungszeit je nach Betrieb auf 25 bis 30 Stunden reduziert. Ein Konzept, das aufgeht. 

(v.l.n.r.): vorne: Denise Kempken (Auszubildende in Teilzeit START NRW), Norbert Maul (Leiter Aktive Arbeitsmarktpolitik bei START NRW); hinten: Desiree Felz (aktuell Auszubildende in Teilzeit Bürgerstiftung Duisburg), Guido Röckmann (Leiter der START-Niederlassung in Duisburg), Jasmin Borgstedt (jobcenter Duisburg), Jörg Löbe (Geschäftsführer Bürgerstiftung Duisburg), Dorota Witkowska (ehem. Auszubildende in Teilzeit Bürgerstiftung Duisburg).

Auch in der START NRW Niederlassung wird in Teilzeit ausgebildet. „Die 24-jährige Denise Kempken ist bei uns in der Zentrale in Duisburg Auszubildende als Kauffrau für Büromanagement “, erzählt Norbert Maul. „Als Mutter von drei kleinen Kindern ist sie ein absolutes Organisationstalent, die Kinder, Ausbildung und Berufsschule erfolgreich unter einen Hut bringt.“ Denise Kempken freut sich über ihren Ausbildungsplatz: „Ich habe mich überall beworben, bekam aber keinen Ausbildungsplatz. Viele rieten mir, mich wieder zu bewerben, wenn die Kinder älter sind. Frau Borgstedt hat mir dann die Teilzeitausbildung bei START NRW empfohlen. Und es hat geklappt, trotz meiner drei Kinder.“ 

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26.04.2018 | START NRW qualifiziert Fachkräfte
Wuppertal, 26. April 2018

Für Arbeitnehmer, die in ihrem Beruf keine Ausbildung erworben haben, ist es auf dem Arbeitsmarkt deutlich schwerer sich zu etablieren als für Menschen mit Berufsausbildung. Um den eigenen START NRW Mitarbeitern eine bessere Chance in ihrem Beruf zu ermöglichen, qualifiziert der Personaldienstleister seine Arbeitnehmer zu Facharbeitern. Dabei kooperiert er mit Bildungsträgern wie dem Weiterbildungszentrum Konzept Bildung und Services. Durch diesen gemeinsamen Einsatz wird dem Fachkräftemangel in NRW entgegengewirkt. Für das besondere Engagement wurde START NRW für sein Modell der Qualifizierung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im letzten Jahr ausgezeichnet. 

Wer heutzutage keine abgeschlossene oder anerkannte Ausbildung vorweist, kommt oftmals über eine Helfertätigkeit nicht heraus. START NRW ermöglicht mit seinen maßgeschneiderten Weiterbildungsmaßnahmen seinen Zeitarbeitnehmern sich fachlich in ihrem Beruf zu qualifizieren. „Unser Engagement im Bereich der Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen sichert auch das Fachkräfteangebot in NRW“, betont Gabriele Wolff, START NRW Niederlassungsleiterin in Leverkusen. „Denn Fachkräfte werden in allen Berufsbereichen dringend gesucht. Mit einem Facharbeiterbrief ist es für unsere Mitarbeiter später leichter, eine dauerhafte Beschäftigung zu finden. Das gelingt bei über 70 Prozent.“ Im Jahr 2017 wurden 80 Personen qualifiziert und werden dieses Jahr und Anfang 2019 ihre Prüfung in sechs verschiedenen Berufen ablegen. 

Gemeinsam zur Fachkraft
Wer in das Qualifizierungsprogramm passt, prüft START NRW in Einzelgesprächen und mit Eignungstests. So wird festgestellt, ob eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter die nötigen Eigenschaften sowie die notwendige Motivation mitbringt. Das duale System stellt hohe Ansprüche: Neben dem Beruf muss der Mitarbeiter für sechs Monate rund 150 Unterrichtsstunden und ebenso viel Zeit im Selbststudium aufbringen, um die hohen Anforderungen der IHK-Prüfung zu bestehen. Gemeinsam mit den jeweiligen Arbeitgebern bereitet der Personaldienstleister seine Mitarbeiter intensiv auf die Prüfungen vor. Die anfallenden Kosten dafür trägt START NRW. 

Yakub Aydin (links im Bild) hat es geschafft. Während seiner sechsmonatigen Qualifizierung von START NRW, hat er seine Externenprüfung vor der IHK-Wuppertal-Solingen-Remscheid abgelegt und den Facharbeiterbrief „Maschinen- und Anlagenführer“ erworben. „Für gering qualifizierte Menschen ist die Externenprüfung eine gute Möglichkeit, einen anerkannten IHK-Abschluss zu erhalten,“ so Horst Wunderlich, Vorsitzender des Prüfungsausschusses der IHK-Wuppertal-Solingen-Remscheid. „Für Facharbeiter erhöht sich die Arbeitsplatzsicherheit, die berufliche und private Anerkennung sowie das Entgelt.“ 

Praktisch ausgebildet wurde Aydin im Weiterbildungszentrum Konzept Bildung und Services in Wuppertal, bei der Prüflinge von START ihr fachliches Wissen an Maschinen üben können. „Nicht jeder Prüfling hat die Möglichkeit, in seinem Betrieb an echten Maschinen bestimmte Arbeitsabläufe zu trainieren“, sagt Frank Dieckmann, Geschäftsführer bei Konzept Bildung und Services. „Wir bereiten sie solide auf ihre Prüfungsaufgaben vor.“

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April 2018 | Drei Monate Transfergesellschaft Ball
Recklinghausen, April 2018

Drei Monate Transfergesellschaft Ball
START NRW zieht positive Zwischenbilanz

Als das Dosenwerk Ball am 31. Juli 2017 seine Pforten in Recklinghausen schloss, waren knapp 360 Mitarbeiter von Arbeitslosigkeit bedroht. Vor Beginn der Transfergesellschaft, die von START NRW seit dem 1. Januar 2018 geführt wird, fand ein Teil der Mitarbeiter bereits neue berufliche Perspektiven. 185 Beschäftigte wählten den Weg in die Transfergesellschaft, in der sie nun individuell bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung mit großem Engagement unterstützt werden.

Das erste Quartal der Transfergesellschaft Ball ist aus Sicht von START NRW positiv verlaufen. „Bisher konnten wir 18 der 185 Transfermitarbeiter in einen neuen Job vermitteln“, erläutert Ralf Höhne, Leiter Projektkoordination Beschäftigtentransfer bei START NRW. „Das ist ein guter Anfang auf unserem Weg, die Transfermitarbeiter in eine dauerhafte Beschäftigung zu bringen.“

Zeit für professionelle Beratung: Transfergesellschaft
Nachdem Ball und der Personaldienstleister START NRW im letzten Jahr einen Transfersozialplan abgeschlossen hatten, wurde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Übergang in die Transfergesellschaft ermöglicht. START NRW stellte einen auf maximal zwölf Monate befristeten Beschäftigungsvertrag für die Betroffenen aus. Die Transfergesellschaft verschafft ihnen so mehr Zeit für die Jobsuche, Orientierung, Coaching und Weiterbildung. 
START NRW Mitarbeiter beraten die Beschäftigten individuell in Einzel- und Gruppengesprächen. Hier werden persönliche Ziele festgelegt, Bewerbungs- und Vermittlungscoachings durchgeführt sowie die eigenen Potentiale, Motivation und Kompetenzen herausgearbeitet. Wer zum Beispiel in ein Qualifizierungsprogramm passt, stellt sich in Einzelcoachings heraus.

„In den letzten drei Monaten haben wir weit über die Hälfte der Mitarbeiter in Bewerbungs- und berufsspezifischen Trainings qualifiziert“, erzählt Ralf Höhne. „Dabei wurden mit vielen Mitarbeitern Weiterbildungsmaßnahmen vereinbart, die gut zu deren Werdegang passen, es erweitern und somit ihr Profil für den Arbeitsmarkt attraktiver gestalten.“ Qualifiziert wurde zum Beispiel in den Bereichen Buchhaltung, Elektro-Fachkraft für festgelegte Tätigkeiten, Elektro-Schaltberechtigung, Simatic S7, Staplerschein und Werkstattschweißen.

Einer, der kurz vor einer Vermittlung steht, ist Transfermitarbeiter Horst Menke. Der ehemalige Elektroniker im Bereich Betriebstechnik arbeitete rund 35 Jahre für das Dosenwerk Ball. Die Schließung war seinerzeit auch für ihn ein Schock. Der 58jährige Menke steckt aber nicht auf, schreibt fleißig Bewerbungen und qualifizierte sich bei START NRW bereits weiter. Mit Erfolg: Direkt nach der Weiterqualifizierung (Simatic S7 Steuerung) steht er kurz vor dem Beginn eines Praktikums mit Übernahmeoption. „Wenn alles fachlich wie menschlich passt, freue ich mich auf die neue Aufgabe“, sagt Menke. „Die Gespräche mit meinem Berater bei START NRW und die Qualifizierung haben mir sehr geholfen und mich in meinen Bemühungen bestärkt.“

START NRW bringt viel Erfahrung im Bereich Vermittlungsarbeit mit und ist damit überaus erfolgreich. Neben den 28 Niederlassungen, die in ganz NRW verteilt sind, ist START NRW mit vielen Unternehmen eng vernetzt und wird auch direkt von Betrieben angesprochen, die hoch motivierte und gut qualifizierte Mitarbeiter suchen.



Thomas Wellie-Gräfenberg berät Horst Menke. 
Foto: Alexander Spieß/Recklinghäuser Zeitung 

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26.01.2018 | Ein starkes Stück - Bühne, Licht und Ton bedeuten Stephanie Thelen alles. Heute lebt sie ihren Traum.
Köln, 26. Januar 2018

Stephanie Thelen ist in diesen Tagen besonders stolz. Sie hat geschafft, was den meisten ihrer Berufskollegen verwehrt bleibt: „Unsere Aufführung des Stücks "Doppeltes Lottchen" im COMEDIA Theater Köln wurde mit dem Kinder- und Jugendtheaterpreis der SK Stiftung Kultur in Köln ausgezeichnet, auch wegen des Lichtdesigns. Das wird in der Regel bei Preisverleihungen nicht erwähnt“, sagt die 31-jährige Lichttechnikerin. Für Stephanie Thelen – und beim Doppelten Lottchen offenbar auch für die Preisrichter – sind Licht- und Tontechnik eine besondere Zutat einer Bühneninszenierung. „Sie sind wie Gewürze bei einem sehr feinen Essen“, sagt Thelen, „Wenn es zum Beispiel auf der Bühne gruselig werden soll, spielen wir u.a. mit dunklem Licht – z. B. lila, blau und grün – viel Nebel und schaurigen Tönen. Damit packen wir das Publikum.“  

Ihren Wunschtraum, Bühnen lebendiger zu gestalten, verfolgt Thelen seit der Schulzeit. Während eines einjährigen Berufskolleg-Praktikums bei COMEDIA sammelt sie erste praktische Erfahrungen. Danach ist für sie endgültig klar: sie möchte unbedingt Veranstaltungstechnikerin werden, am liebsten beim COMEDIA Theater. Das Problem: Der kleine Theaterbetrieb bildet nicht aus. Auch weil Thelen nicht locker lässt, hört sich ihr Mentor bei COMEDIA, Oskar Feierabend, um und entdeckt den Personaldienstleister START NRW. Der bietet ein besonderes Programm, die Partnerschaftliche Ausbildung. Während sich der Ausbildungsbetrieb um die Ausbildung vor Ort kümmert, übernimmt START NRW im Rahmen dieses Programms alle Formalitäten, stellt den Azubi ein, begleitet die schulische Ausbildung, kümmert sich um die Arbeitskleidung und zahlt Fortbildungen. „Damit geben wir kleineren Betrieben oder Mittelständlern die Möglichkeit, ihr Know-how an junge Menschen weiterzugeben und eröffnen den Azubis gleichzeitig die Chance auf ihre Wunschausbildung“, sagt Stephan Roggendorff, Niederlassungsleiter von START NRW in Köln. Die Kosten der Ausbildung teilen sich START NRW und der Ausbildungsbetrieb. „Stephanie Thelen war beim Kölner Theaterbetrieb unsere erste Berufsanfängerin, die wir im Rahmen der Partnerschaftlichen Ausbildung gemeinsam ausgebildet haben. Alle waren sehr begeistert von Willen, Einsatz und Durchsetzungskraft, die sie gezeigt hat, um diese Ausbildung machen zu können“, freut sich Stephan Roggendorff noch heute.

Dass die Beteiligten alles richtig gemacht haben, beweist Thelen seit ihrem erfolgreichen Abschluss im Januar 2010 jeden Tag aufs Neue. Sie wird von COMEDIA übernommen, erst als Teilzeitmitarbeiterin, dann, nach einem halben Jahr, in Vollzeit. Sie steigt schnell zur stellvertretenden technischen Leiterin auf. Im Februar 2011 schafft das Theater eigens für sie eine zusätzliche Position als technische Leiterin und überträgt ihr die alleinige Personal- und Planungsverantwortung der Technik. Heute sind ihr Arbeitsplatz der Rote und Grüne Saal, die Probebühne und das Foyer. Stephanie Thelen und ihr Team, sieben feste Mitarbeiter, vier Auszubildende und zehn Freelancer, sorgen für Planung und Umsetzung der verschiedenen Veranstaltungen im Theater. „Aktuell“, so Thelen, „bilden wir in meinem Bereich drei von vier Azubis zusammen mit START NRW aus. Das hat sich einfach bewährt.“
Wer sich mit Stephanie Thelen unterhält, merkt sofort, wie intensiv sie ihren Job lebt. Sie erzählt von Licht-Cues und Ton-Tracks, die synchron zum Stück programmiert werden, der Arbeit mit selbstbewussten Regisseuren und extrovertierten Schauspielern und selbst von kleinen Pannen, die auch mal passieren und irgendwie dazu gehören. „Wir sind am Theater wie eine kleine Familie und wenn wir mit Kollegen anderer Häuser zusammenkommen, ist das wie ein großes Klassentreffen“, schwärmt sie von der Theateratmosphäre.
Über die Chance, die START NRW und COMEDIA ihr gegeben haben, ist sie unendlich dankbar. „Ohne die beiden Partner würde ich meinen Traumberuf heute wohl nicht ausüben können“, sagt Thelen. Und das Doppelte Lottchen wäre in Köln mit Sicherheit ein anderes Stück als es heute ist.
 
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15.01.2018 | Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel besuchte die START NRW GmbH in Mönchengladbach
Duisburg, 15. Januar 2018

Positiv überrascht war SPD-Bundestagsabgeordneten Gülistan Yüksel. So das Fazit ihres Besuchs in der START Niederlassung Mönchengladbach, ihrem Heimatort. Letzte Woche schaute sie hinter die Kulissen des Personaldienstleisters, um sich ein Bild über die Arbeit des Personaldienstleisters zu machen. START Geschäftsführer Markus Tesch und Niederlassungsleiter Thomas Hansen beantworteten darüber hinaus ihre Fragen rund um die Themen soziale Standards in der Zeitarbeit und Arbeitsmarktpolitik und informierten sie über die aktuellen gesetzlichen Änderungen in der Branche.

Im Rahmen der Aktion „Praxistest Zeitarbeit“, die vom Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) initiiert wurde, besuchte die Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel die START Niederlassung. Beeindruckt zeigte sie sich von den besonderen Schwerpunkten von START: Die Integration von Flüchtlingen und Langzeitarbeitslosen sowie besondere Qualifizierungs- und Ausbildungsprojekte, wie etwa die Partnerschaftliche Ausbildung oder Projekte für unter 25jährige. Einen authentischen Eindruck, wie START arbeitet, bekam sie während eines Vorstellungsgesprächs, an dem sie teilnehmen konnte.

„Zeitarbeit stehe ich zwar sehr kritisch gegenüber, aber START NRW hat bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen“, schildert Gülistan Yüksel, die die Philosophie der Firma begrüßt, Zeitarbeit als Türöffner zu sehen, um eine Festanstellung zu erreichen. Besonders beeindruckt hat sie das Gespräch mit Ali Sharbaawi, einem 24-jährigen syrischen Flüchtling, der seit November 2017 für START arbeitet. „Es ist schön zu sehen, wie schnell und erfolgreich sich Menschen mit Migrationshintergrund mit der Hilfe von START im Arbeitsmarkt integrieren. Zukünftig werde ich mit START NRW im Gespräch bleiben, um im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Entscheidungen treffen zu können.“ 

(v. l.: Markus Tesch, Gülistan Yüksel, Ali Sharbaawi, Thomas Hansen)
Auch Geschäftsführer Markus Tesch zieht ein positives Resümee: „Für uns ist ein reger Austausch mit Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften sehr wichtig. Der schafft Akzeptanz und Vertrauen und führt dazu, Vorurteile gegenüber der Branche abzubauen. Heute ist Zeitarbeit ein guter Weg, Menschen mit Unternehmen zu verbinden und sie so an eine neue, dauerhafte Beschäftigung heranzuführen.“ START bietet Arbeitssuchenden Perspektiven und eröffnet ihnen auf dem Arbeitsmarkt Chancen.

Die START NRW GmbH bietet Menschen in NRW mit innovativen Ideen und erfolgreichen Kooperationen eine Brücke in den Arbeitsmarkt. Seit der Gründung 1995 greift der Personalvermittler wirtschaftliche Herausforderungen auf, setzt qualitative und soziale Standards und erarbeitet zukunftsweisende Instrumente zur Arbeitsmarktintegration sowie Arbeitsmarktpolitik. Das Unternehmenskonzept von START wird von einer breiten Gesellschafterbasis getragen. Dazu gehören Verbände der nordrhein-westfälischen Wirtschaft, das Land NRW, der DGB und die kommunalen Spitzenverbände. In 28 Niederlassungen beschäftigt START rund 200 interne und 2 600 externe Mitarbeiter sowie circa 300 Auszubildende. Das Leistungsspektrum umfasst Arbeitnehmerüberlassung, Beschäftigungstransfer bis hin zur Personalvermittlung. Die Erlöse von START fließen in Qualifizierungen, die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze, aktive Arbeitsmarktpolitik und in die Gesundheitsförderung.

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